Mittwoch, 30. Juli 2014

auf der wiese


Eines der (zirka tausenddreihundertvierundfünfzig) Dinge, die ich am Hofgut so liebe sind die vielen Frei- und Gemeinschaftsflächen die innerhalb der Mauern liegen und die einzelnen Wohneinheiten zu einem Gesamten verbinden.

Vom Atrium habe ich Euch ja schon erzählt und heute nehme ich Euch mit auf die Wildblumenwiese.


Es ist praktisch, wenn man nicht jede Wiese wöchentlich mähen muss.

Zweimal im Jahr kommt ein Bauer aus der Nachbarschaft und macht Heu aus der Pracht.

Dazwischen haben wir immer genügend Material für die schönsten Blumensträuße.


Einmal angelegt säen sich die Blumen immer wieder neu aus, ein paar verschwinden, andere kommen hinzu. Von Weitem betrachtet ist es wie ein riesiges Ölbild in den schönsten Farben.

Schmetterlinge, Bienen und Hummeln tummeln sich darin, Vögel suchen nach Regenwürmern und die Katzen und Hunde lieben es, über die Wiesen zu rennen.


Am Rand der Wiese stehen uralte Obstbäume. Äpfel, Birnen und Pflaumen.

Herrlich diese alten Obstsorten und unser Hausmeister (der gute Geist der Anlage) macht den leckersten Apfelsaft daraus!


Ich verstehe gar nicht, warum es solche Wiesen nicht überall gibt. Auch in den Stadtparks.

Jeder hat etwas davon. Die Gärtner haben weniger Arbeit, die Kinder können Blumensträuße pflücken, die Tiere finden Nahrung und Unterschlupf und ein wenig Natur schadet sicherlich keinem.

Ich bin ein Fan dieser Wildwiesen!


Auf dem Bild unten links seht ihr im Hintergrund übrigens unseren Spielplatz, der für die Kinder des Hofguts gemacht ist. Durch seine natürlichen Materialien fügt er sich perfekt ein und die dicken Taue, Holzpfosten und Hüpfsteine regen die Phantasie an.

(Auf den Hüpfsteinen kann man übrigens sehr gut mit einer Tasse leckeren Cappuccino sitzen, über Gott-und-die-Welt plaudern und den Kindern beim Toben zusehen....)

Habt eine schöne Restwoche und sät ein Stück Blumenwiese!


Take Care,

Markus

Samstag, 26. Juli 2014

morgens im garten


Nachdem diese Woche erfreulicherweise tatsächlich einen Freitag hatte (und überglücklicherweise noch ein ganzes Wochenende dran hängte!) verbrachte ich heute Morgen ein paar glückliche Stunden im Garten.

Ich war schon ganz früh mit Sam im Wald unterwegs (die Luft war noch frisch und kühl und kaum jemand war schon auf den Beinen) und während er später im Schatten schnarchte, habe ich (endlich) angefangen den Lavendel zu schneiden, Unkraut auszuzupfen und ein paar Bilder für Euch zu machen.


Es scheint nicht nur das perfekte Rosen-Jahr zu sein (einige blühen schon in der 4. Runde!), sondern auch die Clematis fühlen sich pudelwohl.

Diese (die mit der Rose Teaclipper den Rosenbogen an der Gartenmauer bewächst) rankt mittlerweile munter auf der anderen Gartenmauerseite wieder nach unten.


Irgendwie ist ja in diesem Jahr alles gute vier Wochen früher dran und so werden die ersten Trauben schon langsam blau.


Auch viel zu früh ist die Dahlie. Freuen tue ich mich aber trotzdem.

Sie ist eine meiner Lieblinge im Garten.


Der wilde Wein an der Mauer hat die Blüte schon hinter sich und beginnt nun, sich mit vielen kleinen Beeren zu schmücken, die später ganz dunkel werden.

Wenn er sich dann (eigentlich im Herbst) dunkelrot färbt sieht das toll aus!


Dieser kleine Freund hier nimmt gerade ein Sonnenbad, dann geht's zum Frühstück an den Schmetterlingsflieder.

Hoffentlich bekommt er noch einen Platz, da ist nämlich mächtig was los.


Eine andere Traubensorte (lecker zum Naschen und im Herbst mit Indian-Summer-Blättern), die auch vollgestopft mit Früchten ist.

Die Reben auf dem Foto weiter oben sind übrigens vom Winzer, der herrlichen Weißwein von ihnen macht...


Nach zweieinhalb Stunden Gartenarbeit bin ich dann lieber ins Haus gewandert, es wurde einfach zu heiß.

Ich suche immer noch nach dem geeigneten Schattenspender-Baum für den Garten, habe aber irgendwie noch nicht den richtigen gefunden.


Aber drinnen gibt es ja auch genug zu tun und so warte ich, bis es heute Abend wieder etwas kühler wird.

Dann findet ihr mich mit einem großen Glas Eistee im Garten...


Ich hoffe, der Spaziergang durch den Garten hat Euch gefallen!

Und nun wünsche ich Euch ein tolles Wochenende, genießt die Zeit!


Take Care,

Markus

Donnerstag, 24. Juli 2014

10 dinge, die du beachten solltest....wenn es nie mehr freitag wird



  1. Ergänze das Wort nie mehr mit gefühlt.
  2. Punkt 1 trifft nicht zu, wenn du ein Medium bist und es besser weißt...
  3. Es gibt garantiert einen Freitag. Manchmal sind nur noch ein paar Wochentage mehr dazwischen.
  4. Ersetze das Wort garantiert aus Punkt 3 durch höchstwahrscheinlich. (Dieser Punkt trifft nicht zu, wenn Punkt 2 zutrifft...)
  5. Manche Wochen haben unheimlich viele Donnerstage. 
  6. Die ganz schlimmen Wochen haben zusätzlich noch ein paar weitere Dienstage.
  7. Die richtig schrecklich schlimmen Wochen haben (gemeinerweise) zusätzlich deutlich verkürzte Sams- und Sonntage.
  8. Die ganz und gar schrecklich schlimmen fürchterlichen Wochen haben zusätzlich einen doppelten Mittwoch.
  9. Wenn Punkt 2 auf dich zutrifft, dann nimm deinen gesamten Urlaub in den Wochen von Punkt 5 bis 8.
  10. Wenn Punkt 2 nicht auf dich zutrifft, finde dich damit ab, dass du wahrscheinlich gerade in den Wochen Urlaub nimmst, die hauptsächlich aus Samstag und Sonntag bestehen und deren Wochentage höchstens aus 4einhalb Stunden bestehen.

In Wirklichkeit ist diese Woche überhaupt nicht so schlimm. Aber trotzdem irgendwie ziemlich lang. Aber morgen ist doch Freitag, oder???


Take Care,

Markus

Montag, 21. Juli 2014

12tel Blick Juli


Leute, wie die Zeit vergeht! Es ist schon (fast) Ende Juli und der 12tel Blick für diesen Monat ist an der Reihe. (Weitere 12tel Blicke findet ihr übrigens bei Tabea, die diese tolle Aktion ins Leben gerufen hat!)

Im Weinfass gibt es nicht viele Veränderungen, drumherum allerdings schon...


Die Walderdbeeren machen gerade eine Pause, verstreuen aber ihre Kindel durch den ganzen Garten. Entlang der Mauer wachsen inzwischen überall Walderdbeeren.

Das finde ich irgendwie so süß.


Der Wein im Hintergrund ist auch sehr gewachsen (das sieht man auf dem Bild leider nicht so sehr, aber er bedeckt ein großes Mauer-Stück und hat viele Trauben...)


Die Früchte der Zwergnektarine versprechen eine süße Ernte. Im letzten Jahr wurden sie leider Opfer der Wespen. Von wegen, die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere...


Auf der Schautafel oben sieht man dann doch die Veränderungen im Jahresverlauf deutlich.

Ist diese Aktion nicht einfach toll?


Take Care,

Markus


Samstag, 19. Juli 2014

früh am morgen


Meinen Morgen-Kaffee hatte ich heute schon ganz früh im Garten. Draußen war es noch angenehm kühl, der Rasen war noch feucht und auf Blättern und Blüten glitzernden die Tautropfen in den ersten leichten Sonnenstrahlen.

Das war wirklich herrlich! (Und der einzige Zeitpunkt heute zum Schneiden der verblühten Rosenblüten, jetzt ist es schon viel zu heiß und man bleibt besser drin. Wie gut, dass es durch die dicken Mauern so angenehm kühl im Haus ist. Selbst Sam hat keine Lust auf lange Spaziergänge...)


Die Lupine blüht (nach einem satten dunkelblau in der ersten und einem helleren Ton in der zweiten Blüte) nun in weiß-lila. Im letzten Jahr blühte sie viermal, zum Schluss in reinem Weiß.

Ich mag das Morgenlicht so gerne, der Tag ist noch neu und frisch.


In diesem Jahr ist alles wirklich viel früher dran.

Der Lavendel ist fast verblüht und ich werde morgen anfangen ihn zu schneiden. Mit ein wenig Glück blüht er dann vielleicht noch einmal.


So wie die Clematis, die unermüdlich seit dem späten Frühjahr blüht.

Diese hier kürze ich übrigens überhaupt nicht mehr, weil sie zusammen mit einer Kletterrose den Rosenbogen bewächst. Sie soll einfach machen, was sie will.


Zweimal täglich befülle ich im Moment alle Vogelbäder mit frischem Wasser. Selbst Casiopaja möchte bei dieser Hitze zweimal am Tag kühl abgeduscht werden.

Sam ja sowieso. Er setzt sich nach dem Spaziergang am liebsten auf den Quellstein im Atrium und lässt seinen Bauch vom frischen Nass kühlen. (Und ich bin jedesmal soooo neidisch auf diese Erfrischung...)


Erst spät abends sieht man uns wieder draußen. Dann schlendern wir durch den Garten, halten einen Plausch mit den Nachbarn und setzen uns faul auf eine Bank.

Das Leben scheint erst (wieder) zu erwachen, wenn die Sonne ihre Kraft verloren hat. Dann essen wir zusammen (jeder bringt etwas mit), reden und lachen und fühlen uns wie im Urlaub in der Provence.


Habt ein wundervolles Wochenende, ladet Freunde und Nachbarn auf ein Glas kühlen Frucht-Punsch ein (probiert mal Wassermelone mit Limetten, braunem Zucker und vielen Eiswürfeln!) und genießt die Zeit!


Take Care,

Markus